Wie IONITY seine digitale Präsenz in Europa mit Webflow und Klarkode skaliert
Nachdem das bisherige, stark entwicklerabhängige Setup an seine Grenzen gestoßen war, baute IONITY seine Website gemeinsam mit dem Hamburger Partner Klarkode auf Webflow Enterprise neu auf – und startete so eine individuell integrierte Plattform für 24 Märkte, die 64 % mehr aktive Nutzende verzeichnet.
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"When you're operating Europe's leading fast-charging network across twenty-four markets with highly dynamic growth, the question isn't which CMS to pick. It's whether your digital platform can evolve at the same pace without creating new dependencies every time you scale. That's the problem we solved. We have the steering wheel in our hands now, with Klarkode and Webflow keeping the speed up on feature development and seamless rollouts with close to zero downtime. That's where the real value sits."

Ein geschäftskritisches digitales Asset für Europas Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge
IONITY betreibt das führende High-Power-Charging-(HPC)-Netzwerk für Elektrofahrzeuge in Europa. Gegründet wurde das Unternehmen als Joint Venture der Automobilhersteller BMW Group, Ford Motor Company, Hyundai Motor Group, Kia, Mercedes-Benz und Volkswagen Group mit Audi und Porsche sowie Global Infrastructure Partners (GIP), einem Teil von BlackRock, als Finanzinvestor.
Mit über 850 Ladestandorten und mehr als 6.000 ultraschnellen Ladepunkten mit bis zu 600 kW Leistung sowie einer Präsenz in 24 EU-Märkten ist IONITY Ihr verlässlicher Partner auf jeder Fahrt – von Urlaubsreisen bis zum täglichen Pendelverkehr, entlang von Autobahnen und hinein in die Städte. IONITY entwickelt Produkte rund um den Lebensstil von E-Fahrer:innen: schnell, zuverlässig und einfach zu nutzen – und gibt den Fahrenden so die Freiheit, elektrisch zu fahren und eine sauberere Zukunft mitzugestalten.
Während die Verbreitung von Elektrofahrzeugen weiter rasant zunimmt, bedient die Plattform auch eine große B2B-Zielgruppe, darunter Automobil-OEMs, Mobilitätsdienstleister, Flottenbetreibende sowie Ride-Sharing- und Taxiunternehmen.
„Wenn man Europas führendes Schnellladenetzwerk in 24 Märkten mit starkem Wachstum betreibt, lautet die Frage nicht, welches CMS man wählt. Sondern ob die digitale Plattform mit demselben Tempo Schritt halten kann, ohne bei jedem Skalierungsschritt neue Abhängigkeiten zu schaffen. Genau dieses Problem haben wir gelöst. Wir haben das Steuer jetzt selbst in der Hand, während Klarkode und Webflow das Entwicklungstempo für neue Funktionen hochhalten und nahezu ausfallfreie Rollouts ermöglichen. Darin liegt der wahre Mehrwert“, sagt Felix Sold, Head of Marketing, Brand & Communications.
Als IONITY seine Webpräsenz von nur drei auf 24 Märkte ausweitete, musste auch die Website in Umfang, Performance und Teamgeschwindigkeit mithalten. Das bestehende System konnte dieses Wachstum nicht unterstützen.
Wenn ein Legacy-Setup nicht mehr mithält
Bevor IONITY zu Webflow wechselte, wurde die Webpräsenz von einer externen Agentur betreut. Kampagnenstarts, Aktualisierungen von Marktseiten und inhaltliche Änderungen erforderten häufig Abstimmungen zwischen IONITY und der Agentur, was die Reaktionszeiten mit zunehmendem Unternehmenswachstum verlangsamte. Gleichzeitig musste die Plattform strenge Governance-, Compliance- und Sicherheitsanforderungen erfüllen und den Marketingteams dennoch die nötige Geschwindigkeit für eigenständiges Arbeiten bieten.
Localization brachte eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Die Übersetzung und Veröffentlichung von Content für mehr als zwei Dutzend Märkte – jeweils mit eigenen Sprachen und Anforderungen – war zu einer erheblichen operativen Belastung geworden.
IONITY benötigte ein zentrales System, das mehrsprachigen Content dynamisch verarbeiten konnte – ohne manuellen Aufwand bei jeder Aktualisierung. Dafür wandte sich das Unternehmen an Webflow und Klarkode, Deutschlands ersten Webflow-Enterprise-Partner mit Hauptsitz in Hamburg. Diese Kombination brachte tiefgehende technische Expertise und Erfahrung mit Compliance, Datenschutz und Enterprise-Architekturen in der DACH-Region und ganz Europa ein.
„Das Briefing lautete nicht: ‚Baut uns eine neue Website.‘ Es lautete: ‚Helft uns, eine digitale Plattform aufzubauen, die genauso schnell skaliert wie unser physisches Netzwerk.‘ Das ist ein völlig anderes Problem – und genau die Art von Herausforderung, für die wir da sind“, sagt Philip Schenk, Co-Founder und Managing Director von Klarkode.
Unterstützt wurde das Projekt vom europäischen Webflow-Team. Gemeinsam definierte das Team einen Plan, der sich an den tatsächlichen Anforderungen von IONITY orientierte – nicht nur für den Launch, sondern als Basis für die künftige Skalierung.
Eine individuelle Netzwerkkarte als Herzstück des Website-Erlebnisses
Das Kernstück des neuen Auftritts ist IONITYs interaktive Netzwerkkarte: eine maßgeschneiderte Integration auf Basis der Google-Maps- und Google-Places-APIs, die mehr als 6.000 Ladestandorte anzeigt, dynamisch nach Ländern gruppiert.
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Die Seite /network verzeichnet eine hohe Interaktion – im Schnitt vier bis fünf Kartenaktionen pro Besuch. Klarkode entwickelte eine Architektur, die die Daten der Ladestandorte über Make und einen FTP-Server synchronisiert, die Nutzung der APIs optimiert und dabei gleichzeitig die Echtzeitgenauigkeit im gesamten europäischen Netzwerk sicherstellt.
Fahrende können Ladestandorte finden, sich dorthin navigieren lassen, nach Land filtern, in die Satellitenansicht wechseln und nach Orten suchen. Webflow stellte die Frontend-Umgebung bereit, um diesen individuellen Code sauber zu integrieren – einschließlich Lokalisierung, länderspezifischer Anzeigelogik und kontinuierlicher Weiterentwicklung, ohne dass die zugrunde liegende Architektur bei jedem Update neu aufgebaut werden muss.
„Viele sehen Webflow als visuellen Builder. Wir nutzen es als professionelle Entwicklungsplattform – eine, mit der wir komplexe, individuell integrierte Lösungen in einem Tempo ausliefern können, mit dem herkömmliche Stacks schlicht nicht mithalten“, so Schenk.
Lokalisierung im 24-Märkte-Maßstab: vom Engpass zum Workflow
Klarkode strukturierte IONITYs CMS so um, dass globale Komponenten von marktspezifischem Content getrennt wurden. So lassen sich Aktualisierungen auf oberster Ebene vornehmen, ohne dass anschließend in jedem einzelnen Markt manuell nachgearbeitet werden muss.
Der größte Fortschritt war jedoch die Automatisierung. Klarkode implementierte einen KI-basierten Übersetzungsprozess, der direkt in IONITYs Publishing-Workflow integriert ist. Regionale Manager:innen für Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Schweden prüfen und veröffentlichen Änderungen für ihre Märkte selbst. In den übrigen zwanzig Märkten übernimmt KI die Übersetzung. Ein Prozess, der früher manuell für jede einzelne Sprachversion dupliziert werden musste, läuft heute mit minimaler Reibung.
Das ist das agentische Modell in der Praxis: KI-Agents übernehmen Übersetzung und Workflow-Automatisierung im großen Stil, während die redaktionelle Kontrolle dort beim Menschen bleibt, wo Marke und Compliance den höchsten Stellenwert haben – und Webflows Governance-Ebene sorgt für Nachvollziehbarkeit in jedem Markt und für jedes Team.
Parallel wurde die Governance neu aufgesetzt. Regionale Country Manager, das Rechtsteam und das Support-Team verfügen nun über eigene Rollen mit passenden Zugriffsebenen in Webflow. So können Compliance-Updates, Richtlinienänderungen und Supportartikel direkt verwaltet werden – ohne den Umweg über eine zentrale Entwickler-Pipeline.
Für eine Organisation, die in mehreren regulatorischen Umfeldern operiert, ist das nicht nur eine Workflow-Verbesserung, sondern auch eine zentrale Fähigkeit im Risikomanagement.
Marketing mit der Geschwindigkeit, die die Strategie verlangt
Dieser operative Wandel ist das entscheidende Ergebnis für Enterprise-Kund:innen, die einen ähnlichen Wechsel erwägen. Content-Teams erstellen Seiten heute mit dem Komponenten-System von Webflow und veröffentlichen Kampagnen-Content ohne Beteiligung der Entwicklung. Das Rechtsteam steuert Compliance- und Datenschutz-Updates über eigene Rollen. Das Support-Team betreibt ein eigenes Projekt für dringende Meldungen und Artikelaktualisierungen.
Webflow Optimize und Experimentation stehen als Nächstes an – parallel zu Investitionen in AEO, da sich das Fahrverhalten zunehmend in Richtung KI-gestützter Suche verlagert.
„Die Homepage muss innerhalb von drei Sekunden vermitteln, wer wir sind, was wir tun und welchen Mehrwert wir liefern. Wenn man das in drei Sekunden nicht versteht, ist man weg“, sagt Felix Sold.
Die bisherigen Ergebnisse spiegeln sich klar in den Kennzahlen wider: Die Zahl der aktiven Nutzenden stieg nach der Migration um 64 %, angetrieben durch bessere Performance und die neue Interaktivität der Netzwerkkarte. Der organische Traffic wuchs um 49 % – ein direkter Effekt des sauberen, semantischen Codes von Webflow und der optimierten, mehrsprachigen CMS-Architektur. Die Nutzerinteraktion legte um 63 % zu.
Klarkode bleibt weiterhin technischer Partner von IONITY, mit wöchentlichen Abstimmungen und Unterstützung sowohl bei der Weiterentwicklung von Features als auch bei der strategischen Roadmap-Planung.
Die Lehre für Enterprise-Kund:innen ist eindeutig: IONITY hat nicht einfach ein neues CMS eingeführt. Das Unternehmen hat ein fragmentiertes System durch eine einheitliche Plattform ersetzt, die Marketing-, Rechts-, Support- und regionale Teams zusammenführt. Für ein Unternehmen, das sein Netzwerk bis 2030 verdoppeln will, ist das die Grundlage für planbares digitales Wachstum.
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